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Das Aktivstoffe Stofflexikon

In unserem kleinen Stofflexikon erklären wir euch die wichtigsten Begriffe rund um das Thema Stoffe!

Euch fehlt etwas? Schreibt uns gerne eine Nachricht!

A - B - C - D - E - F - G - H - I - J - K - L - M - N - O - P - Q - R - S - T - U - V - W - X - Y - Z

A – anzeigen

Acetat:
Acetat wird in einem Trockenspinnverfahren aus natürlichen Grundstoffen (Baumwolle) gewonnen. Acetat wird auch als Cuproseide oder Kunstseide bezeichnet. Im Gegensatz zu vollsynthetischem Polyester (Gewinnung aus Erdöl) kann Acetat Feuchtigkeit aufnehmen und an die Umgebung abgeben. Bekleidungsstoffe aus Acetat sind atmungsaktiv, pflegeleicht und knitterarm.

Atmungsaktivität
Die Atmungsaktivität bezeichnet die Fähigkeit eines Stoffes, Wasserdampf entweichen zu lassen. Der RET-Wert (Resistance to Evaporating Heat Transfer) gibt an, wie groß der Widerstand eines Stoffes gegen Wasserdampf ist. Je niedriger der RET-Wert, desto besser die Atmungsaktivität.

RET 0-6: extrem atmungsaktiv

RET 6-13: besonders atmungsaktiv

RET 13-20: zufriedenstellend atmungsaktiv

RET 20 +: unbefriedigende Wasserdampfdurchlässigkeit

B – anzeigen

Beschichtung Bei der Beschichtung von Stoffen wird eine Kunststoffschicht auf einen textilen Untergrund aufgetragen, um die Eigenschaften des Trägermaterials zu verändern (z.B. die Wasserdichtigkeit, Abriebfestigkeit, Haptik…). Gängige Beschichtungen sind PVC-, Acryl- und TPU-Beschichtungen.

C – anzeigen

Changeant / Changierend
Changierende Stoffe verändern ihre Optik je nach Lichteinfall und Blickwinkel aufgrund von unterschiedlich farbigen Fäden in Längs- und Querrichtung.

Coolmax®
Coolmax®-Stoffe sind aufgrund ihrer besonderen Faserstruktur bekannt für den optimalen Feuchtigkeitsabtransport und die sehr gute Atmungsaktivität. Die Feuchtigkeit (Schweiß, Wasserdampf) wird an die Oberfläche des Gewebes transportiert und kann so besonders schnell verdunsten. Coolmax®-Stoffe halten kühl, trocknen schnell, sind atmungsaktiv, leicht und maschinenwaschbar.

Cordura®
Cordura® ist ein besonders robustes, abriebfestes Polyamid-Gewebe. Bei der Herstellung von Cordura® werden geschnittene Polyamidfasern erneut versponnen und dann verwoben.

D – anzeigen

Damast
Damast ist ein Gewebe mit eingewobenem Muster. Das Muster wird meist durch Abwechslung verschiedener Atlasbindungen erzeugt.

Denim
Stabiler Jeansstoff in Köperbindung

dtex
Der Tex-Wert bestimmt die Feinheit von Fasern und Garnen (mtex, dtex, ktex). Je höher die Tex-Nummer, desto gröber ist das Garn oder die Faser.

E – anzeigen

Elasthan
Elasthan ist ein Sammelbegriff für elastische Fäden, die Geweben und Maschenwaren Elastizität und Rücksprungkraft verleihen. Stoffe mit Elasthan-Anteil sind zudem weniger knitteranfällig.

EN471 / EN ISO 20471
EuroNorm für fluoreszierende Farben.

F – anzeigen

Funktionsstoff / Funktionstextilie
Als Funktionstextilien bezeichnet man Stoffe, Gewebe oder Gewirke mit funktionellem Mehrwert (z.B.: winddicht, wasserdicht, atmungsaktiv, thermoregulierend, schmutzabweisend, elastisch, pflegeleicht, wärmend/kühlend).

G – anzeigen

Gabardine
Gabardine ist ein besonders glattes, dichtes Gewebe mit steilem Diagonalbild, das durch die Köperbindung entsteht.

Gore-Tex®
Gore-Tex® ist der Handelsname der W. L. Gore & Associates. Unter dieser Marke werden Membranstoffe mit Klimamembranen hergestellt, die durch die Eigenschaften winddicht, wasserdicht und atmungsaktiv ideal für Outdoorbekleidungen aller Art geeignet sind.

H – anzeigen

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I – anzeigen

Indanthren® Färbung
Indanthren ist ein synthetisch hergestellter Farbstoff. Stoffe, die mit Indanthren-Farbstoffen gefärbt wurden, besitzen ausgezeichnete Wasch-, Koch-, Licht-, Wetter,- und Chlor-Echtheiten.

J – anzeigen

Jacquard
Jacquards sind Stoffe mit kunstvoll eingewebten Mustern.

K – anzeigen

kbA & kbT
kbA steht für kontrollierter biologischer Anbau. Beim kbA ist die Verwendung chemischer Düngemittel, Entlaubungsmittel und synthetischer Pestizide verboten. Außerdem muss der Boden beim kbA drei Jahre ohne Chemie genutzt worden sein. Der Anbau erfolgt in Mischkultur und Fruchtfolge. Die unbehandelte Baumwolle hat daher ein sehr geringes Allergiepotential und ist hautschonend.

kbT steht für kontrollierte biologische Tierhaltung. Die wird immer angegeben, wenn die Wolle von Tieren aus ökologischer / biologischer Aufzucht stammen und artgerecht im Einklang mit der Natur gehalten werden.

Köperbindung
Die Köperbindung (auch Köper oder Twill genannt) ist eine Grundbindungsart für gewebte Stoffe. Das bekannteste Gewebe in Köperbindung ist der Denim Jeansstoff. Köperbindungen sind am schräg verlaufenden Grat zu erkennen.

L – anzeigen

Loden
Loden sind widerstandsfähige Wollstoffe. Loden wird oft zu Walkloden weiterverarbeitet (siehe „Walkloden“).

M – anzeigen

Mikrofaser
Mikrofaser ist ein Sammelbegriff für Fasern, deren Feinheit geringer als 1 dtex ist.
Baumwolle: 1,5 – 2,5 dtex
Schurwolle: 3- 6 dtex

N – anzeigen

Nylon
Nylon ist der Handelsname für eine Kunstfaser aus Polyamid.

O – anzeigen

Öko-Tex®
Öko-Tex® ist ein Prüf- und Zertifizierungssystem für Fasern, Garne, Gewebe und textile Endprodukte.
Öko-Tex® Standard 100: geprüft auf Schadstoffe
Öko-Tex® Standard 1000: umweltfreundliche Betriebsstätte
Öko-Tex® Standard 100plus: schadstoffgeprüfte Produkte aus umweltfreundlicher Produktion.

P – anzeigen

Piqué
Piqué ist ein Gewebe mit abwechselnd erhöhten und vertieften Stellen.

PVC-Beschichtung
Kunststoffschicht auf der Rückseite des Gewebes, die die Eigenschaften des Stoffes verändert (Wasserdichtigkeit, Winddichtigkeit).

Q – anzeigen

Quilt
Ein Quilt ist eine vielseitig verwendbare Zierdecke, die in der Regel aus drei Lagen besteht: Schauseite, Zwischenlage (Vlies, Wolle, Synthetik) und Unterseite.

R – anzeigen

Ripstop
Ripstop-Stoffe sind in einer speziellen Technik gewebt und besonders reißfest. In regelmäßigen Abständen werden etwas dickere Fäden in das ansonsten dünnere Gewebe integriert, sodass eine Kästchenstruktur entsteht. So ergibt sich ein sehr gutes Stabilitätsverhältnis und eine hohe Weiterreißfestigkeit.

S – anzeigen

Scheuerbeständigkeit
Die Scheuerbeständigkeit von Stoffen wird mit der Martindale-Methode gemessen. Die Abnutzung eines Stoffes wird simuliert, indem ein Muster des zu testenden Stoffes gegen einen wollenen Standardstoff gerieben wird. Gemessen wird die Schleißzahl dieser sogenannten Scheuertouren. Je höher die Anzahl der Touren, desto abriebfester ist ein Stoff.
10.000 Scheuertouren: für private Haushalte, wenig Gebrauch
15.000 Scheuertouren: für private Haushalte, regelmäßiger Gebrauch
20.000 Scheuertouren: für öffentliche Umgebungen, regelmäßiger Gebrauch
30.000 Scheuertouren: für öffentliche Umgebungen mit intensivem Gebrauch
40.000 Scheuertouren: für öffentliche Umgebungen, sehr starker Gebrauch

Softshell besteht häufig aus zwei oder drei laminierten Stoffschichten. Die Außenschicht besteht meistens aus einem widerstandsfähigen Material, das über der innenliegenden Klimamembrane liegt. Die Membrane ist eine hauchdünne dampfdurchlässige Folie, die die Textilie wind- und wasserdicht sowie atmungsaktiv macht. Die Innenschicht ist in der Regel ein Futterstoff (Micro Fleece, Teddy).

T – anzeigen

Taft
Taft ist ein glänzender, glatter Stoff aus Seide oder Kunstfasern, der meistens zum Füttern von Kleidungsstücken verwendet wird.

Teddy
Plüsch mit lang stehendem Flor.

TPU
TPU steht für „thermoplastisches Polyurethan“ – ein Kunststoff der sich bei Wärmezufuhr plastisch verformen lässt.

U – anzeigen

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V – anzeigen

Vichy-Karo
Ein Vichy-Karo ist ein würfelförmiges, zweifarbiges Blockkaro.

Vlies
Vliese sind Stoffe aus zusammenhaftenden Fasern. Vliesstoffe werden meistens als Dämm- oder Polstermaterial verwendet.

W – anzeigen

Walkloden / Walk
Walkstoffe sind gewebte Textilien, deren Oberfläche durch Walken (Schieben, Stauchen, Pressen in warmen, sauren Bädern) verfilzt werden.

Webpelz
Webpelze sind gewebte Pelz-Imitate.

X – anzeigen

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Y – anzeigen

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Z – anzeigen

Z-Liner
Ein Z-Liner ist eine Schicht, die sich zwischen Obermaterial und Futter eines Kleidungsstücks befindet. In der Regel werden Membranen oder Membranstoffe als Z-Liner verwendet.